KGSAN-Studie:

Investitionsbedarf der Krankenhäuser Sachsen-Anhalts


Kurzbeschreibung des Projektinhaltes:

Die Investitionsfinanzierung in Krankenhäusern ist in den letzten Jahren zunehmend zum Gegenstand politischer Diskussionen geworden. Der Investitionsbedarf der Krankenhäuser, der mindestens benötigt wird, um die bestehende Qualität der medizinischen Versorgung erhalten zu können, kann nur zu einem bestimmten Teil durch die zur Verfügung stehenden Investitionsmittel abgedeckt werden.

Auf Grundlage von §21 KHEntgG-Daten wurde der Investitionsbedarf für die Krankenhäuser Sachsen-Anhalts ermittelt. Aus der medizinischen Behandlung von allen somatischen Fällen im Jahr 2013 resultierte ein Investitionsbedarf von rund 145 Mio. €. Demgegenüber stehen Fördermittel von rund 20 Mio. €. Im zeitlichen Verlauf von 2006 bis 2013 ergab sich eine jährliche Investitionslücke von 125 Mio. €.

Zudem fand eine Prognose zur Entwicklung des Investitionsbedarfs bis 2025 statt. Dafür wurden unter Berücksichtigung der Demografie- und Morbiditätsentwicklung der Bevölkerung Sachsen-Anhalts die Morbiditätsraten bis zum Jahr 2025 fortgeschrieben. Im Zeitraum von 2013 bis 2025 ist mit einer Veränderung der Fallzahl von +12% zu rechnen. Folglich würde der Investitionsbedarf von 145 Mio. € auf ca. 173 Mio. € steigen. Es ist davon auszugehen, dass bei einer gleichbleibenden Höhe der Investitionsfinanzierung der Krankenhäuser die bisher angestaute Investitionslücke aus der jährlichen Förderung sich bei steigendem Investitionsbedarf bis 2025 weiterhin erhöhen wird.

mittendrin

in Europa