Der Beschäftigungspakt Jahresringe


Der Beschäftigungspakt Jahresringe knüpfte, im Rahmen der Bundesinitiative Perspektive 50plus des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales, an die Erfolge der Phase I "Jahresringe Halle" (2005-2007) und Phase II "Jahresringe (2008-2010) an. Bewährte Netzwerkstrukturen sowie erfolgreiche Instrumente und Methoden zur Aktivierung und Arbeitsmarktintegration von älteren Langzeitarbeitslosen wurden verstetigt und ausgebaut. Zum regionalen Netzwerk von "Jahresringe" gehörten der Projektträger Jobcenter Halle (Saale) sowie anerkannte Bildungsunternehmen und Vereine, regionale kleine und mittlere Unternehmen, Wirtschaftsverbände, die Kammern, der "Jahresringe"-Beirat und der Botschafter von "Jahresringe", Dr. Michael Schädlich.

Oberstes Projektziel war die Verringerung der Zahl der Hilfebedürftigen in der Zielgruppe des Beschäf-tigungspaktes durch die nachhaltige Wiedereingliederung von ALG II-Empfänger/innen ab 50 Jahre in den allgemeinen Arbeitsmarkt.

Zur Aktivierung und Integration der Teilnehmenden wurden Instrumente, die durch eine Erhöhung sozialer und fachlicher Kompetenzen zur Steigerung der Beschäftigungsfähigkeit und damit zur Integration beitragen, wie individuelle, ganzheitliche Beratung, arbeitsplatzbezogene Qualifizierung und Maßnahmen beim Arbeitgeber, in Kombination mit unterschiedlichen Fördermöglichkeiten des SBG II. Neue Veran-staltungsformate wie Projekttage beim Arbeitgeber, Job-Speed-Dating und Coffee to Job wurden seit 2011 zunehmend mit Erfolg eingesetzt. Gesundheitsangebote ergänzten die breite Palette der Aktivierungsmaßnahmen.

Ein Schwerpunkt der Arbeit des Beschäftigungspaktes blieb die stete Sensibilisierung der Unternehmen und der allgemeinen Öffentlichkeit hinsichtlich eines Mentalitätswandels gegenüber älteren Arbeitssuchen-den, um die Einstellungsbereitschaft der Unternehmen weiter zu erhöhen.

2012 wurde mit 1491 älteren Langzeitarbeitlosen intensiv gearbeitet. Letztlich wurden davon 359 Frauen und Männer in den ersten Arbeitsmarkt vermittelt. 12 Personen haben eine selbständige Tätigkeit aufge-nommen. Da die Teilnehmenden zum Teil bis drei Jahre im Projekt betreut werden konnten, erhöhte sich für viele von ihnen mit zunehmender Verweildauer die Chance auf eine soziale und arbeitsmarktliche Integration. 85 Teilnehmer/-innen nahmen einen Mini-Job auf. Besonders für die Zielgruppe "Impuls 50plus" (Langzeitarbeitslose mit mehreren Vermittlungshemmnissen) war ein Minijob eine Brücke in den allgemeinen Arbeitsmarkt.

Im Jahr 2013 sollten insgesamt 1250 Teilnehmer/-innen in verschiedenen Teilprojekten aktiviert werden. Angestrebt wurde eine Vermittlung in sozialversicherungspflichtige Beschäftigung bzw. Selbständigkeit von 280 Personen.

Die Projektkoordinierung, mit den Bereichen "Unternehmerservice / Netzwerke" und "Öffentlichkeitsarbeit", war bei der FAA Bildungsgesellschaft mbH, Südost, Standort Halle angesiedelt. Die konkrete Integrations-arbeit leisteten die Teilprojekte in der Trägerschaft des Jobcenters Halle und externer Träger.


Jahresringe wurde wissenschaftlich begleitet und evaluiert durch das Institut für Strukturpolitik und Wirtschaftsförderung gemeinnützige Gesellschaft mbH in Halle (isw Institut).

Der Beschäftigungspakt Jahresringe wird unterstützt und gefördert durch:

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